Wochenende am Meer
Mai 2001
Mi. 23.5. Anreise
Wir fuhren am 23.05.01 gegen 14:00 Uhr zu zweit los. Die Freizeitmaus nahmen wir mit, da sie zuvor noch nie am Meer war.
Wir hatten Glück und konnten den Stau am Gotthardtunnel umfahren.
Gegen 22:00 Uhr verlies und jedoch das Glück.
Wir wollten tanken und fuhren gerade auf den Parkplatz der Tankstelle, da ging der Motor aus und das Auto stand still. Wir verständigten den ADAC und das Auto wurde zur nahegelegenen Werkstatt abgeschleppt. Der Automechaniker meinte, das die Benzinventile kaputt seien und dass Auto frühestens am Montag wieder fahrtüchtig sei. Wir fuhren mit dem Taxi nach Forte dei Marmi und übernachteten in einem Drei-Sterne-Hotel (200 DM für ein Doppelzimmer). Dies zahlt voraussichtlich der ADAC.
Do. 24.5. Ankunft in Marina di Grosetto
Gegen 17:00 Uhr erreichten wir den Campingplatz und ich wurde schon von einigen Leuten freudig begrüßt.
Mindesten 3 Leute fragten mich: Hattet ihr eine schöne Fahrt?
Gegen 19:00 Uhr hatte sich Vera schon mit einigen Leuten zum Pizzaessen verabredet und wir waren konnten uns gleich anschließen.
Wir waren ca. 9 Leute (Vera, Burkhard, Michael, Andrea, Ritchie 1, Ritschie 2, zwei Frauen aus dem Raum Stuttgart).
Ich stellte den Leuten die Freizeitmaus vor und sie durfte mit am Tisch sitzen und schaute während dem Essen aufs Meer.
Fr. 25.5.
Dies war ein Tag wie ich ihn in den letzten 5 Jahren in der Toscana noch nie erlebt hatte.
Er begann eigentlich wie jeder Tag auf dem Campingplatz. Ich wachte irgendwann auf und begab mich zuerst kurz in den Waschraum und ging dann an die Bar. Wir saßen mit einigen Leuten da und tranken Cappuchino. Vera schlug vor zum nahegelegenen Naturschutzgebiet Maremma zu fahren. Wir überlegten, von wo wir am besten zum Park gelangen wollten. Es gibt zwei sehr schöne Möglichkeiten für Ausflüge, die unterschiedlich anzufahren sind.
Da es schon bald Mittag war entschloss ich mich, mir ein Mittagessen zu kochen. Ich kochte Spagetti in der Campküche für einige Leute und stellte die Tomatensoße auf den Gasherd. Die Töpfe hatten alle abgebrochene Griffe auf einer Seite. Die Spagetti waren fertig und ich stellte sie auf den Tisch. Dann nahm ich die Tomatensoße vom Herd und wollte sie abstellen, da rutschte mir der Topf aus der Hand. Ein Teil der Soße tropfte auf mein linkes Bein. Ich riss sofort die Leggings weg und rannte in den Waschraum.
Es bildeten sich nach einiger Zeit einige kleinere Blasen an meinem Bein. Ich war sehr entsetzt darüber. Ich kühlte das Bein dann mehrere Stunden mit kaltem Wasser und wurde von einigen Camp-Teilnehmern bemitleidet.
Mein Begleiter hatte sich kurz nach meiner Missgeschick ins Zelt zurückgezogen. Er litt seit dem Morgen unter Augenproblemen wegen der Kontaktlinsen und hatte Migräne.
Vera ging allein zum Strand und sonnte sich. Es waren genug Leute vom Camp dort, die ihr Gesellschaft leisteten.
Ich hing den ganzen Tag am Campingplatz zwischen Bar und Camp herum. Und lief gegen 16:00 Uhr zur Apotheke in die Ortschaft. Ich fühlte mich dort jedoch nicht sehr gut beraten, vielleicht waren auch die Sprachprobleme schuld.
Es hatte sich wieder einiges verändert. Die Eisdiele vom letzten Jahr konnte ich auch nicht mehr finden.
Am Abend fuhren wir dann mit dem Auto nach Castiglione zur für deutsche kostenlosen Ersten-Hilfe-Abulanz (Primo Scorso) in der Nähe vom Strand.
Ich kam gleich dran und der Arzt stellte eine Verbrennung 1. bis 2. Grades fest. Er schmierte eine Creme auf mein Bein und verbannt es und riet mir damit nicht in Sonne und ins Meer zu gehen.
Und vorbei war es mit meinem Wunsch im Meer zu baden.
Am Abend ging ich mit Vera und Burkhard wieder in die Strand-Pizzeria. Die Freizeitmaus (Stofftier) blieb diesmal zu Hause. Viele waren ja mit dem Bus zu den heißen Quellen nach Saturnia mitgefahren. Dieser Ausflug war für mich aufgrund meiner Verletzung nun leider sehr ungeeignet. Ich war schon sehr oft dort, aber noch nie in der Abendstimmung.
Sa.26.5.
Erst mal abhängen an der Bar bei einem Cappuchino.
Wir fuhren Mittags wie fast jeden Samstag nach Castiglione delle Pescaia. Diesmal suchte ich anstatt der Bar zuerst mal den Arzt auf.
Danach gingen wir zur Skippers Bar am Strand. Dort sitzen wir meist stundenlang und schauen aufs Meer. Diesmal war der Ausflug wesentlich kürzer. Wir aßen nur kurz ein Eis. Die Begeisterung der anderen über meine Bar ließ zu wünschen übrig.
So. 27.5.
Gegen 17:00 Uhr setzen wir uns dann mit einigen Leuten an die Bar und tranken Cocktail (Campari...). Die Abfahrt war um 18:00 Uhr geplant und als der Bus kurz nach 18:00 Uhr noch immer nicht weg war, entschloss ich mich das, sich bei jedem Wochenende wiederholende, Abschiedsritual für mich zu beenden und weiter Urlaub zu machen.
Wir fuhren dann zu zweit noch nach Castiglione genossen die Hafenstimmung. Etwas später gingen wir im La Scaletta einer Pizzeria mit herrlicher Aussicht auf das Meer und die Stadt zum Abendessen.
Mo. 28.5. Heimreise
Wir tranken Cappuchino an der Bar und ich unterhielt mich noch mit einigen, die die Woche noch hier blieben. Ich war ein bisschen neidisch. Mein Handicap erleichterte mir aber den Abschied.
Gegen 11:00 Uhr fuhren wir dann Richtung Deutschland.
Nach einem Zwischenstop in Mailand um den Mietwagen gegen einen deutschen Mietwagen einzutauschen, waren gegen 23:00 Uhr wieder in Freiburg.