Oster-Radtour 2003

 

Do. 17.04. Freiburg - Colmar

Ich fuhr um 17:00 Uhr in Freiburg von der Fahrradstation Mobile los. Das Wetter war super und so fuhr ich über den Opfinger See und dann über das Griestal zum Niederrimsinger See durch den Wald am See Richtung Gündlingen und dann nach Breisach. An der Grenze stärkte ich mich noch mal bei MC Donald den ich ahnte schon ich würde nicht so bald in Colmar sein.

 

Es dämmerte schon ich fuhr weil ich kein Licht hatte und die Straße nun stärker befahren war über den Acker daneben. Plötzlich erschrak ich, den es lag etwas dunkles schwarzes im Graben am Rand des Ackers Richtung Straße. Ich erkannte ein Wildschwein und zu meinem Glück war es tot. Gleich fuhr ich weiter.

 

In Colmar wollte ich im Hotel Primo Uno übernachten. Ohne große zu überlegen, kam ich nach einer Weile direkt am Hotel vorbei (29 Euro stand da und 24 Stunden-Service). So entschloß ich mich erst mal ein Bier im Petit Venice zu trinken.

 

Auf dem Rückweg fiel es mir deutlich schwerer das Hotel zu finden und ich kreiselte eine Weile durch die Altstadt von Colmar. Gegen 23:30 Uhr kam ich dann beim Hotel an und fragte nach einem Zimmer. Der genannte Preis von etwa 44,50 Euro war mir viel zu teuer. Ich fragte nach einer billigeren Möglichkeit und bekam dann ein angeblich recht kleines Zimmer für 33,50 Euro. Dafür sparte ich mir dann den Fahrradabstellplatz, indem ich kurzentschlossen, das Fahrrad die Nottreppe die ich zuvor erkundet hatte, hoch trug. Hatte einfach schnell die Tür unten offen gelassen und schon war mein Fahrrad im Haus. Kam mir vor wie Mr. Bean bei der Aktion, aber etwas Abenteuer muss schon sein.

 

Fr. 18.04. Colmar - Soulzteren (über Trois Epis und Col Du Wettstein)

Hatte den Wecker auf 9:00 Uhr gestellt. Ich duschte noch gemütlich und dann mußte ich erst mal das Fahrrad wieder die Notausgang-Treppe runtertragen. War gar nicht so leicht am frühen morgen das Fahrrad ohne an ständig an den Wänden hängenzubleiben, eine Wendeltreppe hinterzutragen. Jetzt hatte ich als ich unten ankam doch glatt das Fahrradschloss im Zimmer neben dem Rucksack liegen lassen. So musste ich das Rad innen neben der Pforte abstelle. Ich erklärte, dass ich auschecken wolle, aber noch mal ins Zimmer muss.

 

Dann suchte ich mir ein gemütliches Straßencafe und trank einen Cappuchino.

 

Ich ging noch zur Touristeninformation und schaute mir dort auf einer Fahrradkarte noch mal die möglichen Strecken etwas genauer an. Etwa gegen 12:00 Uhr ging es dann los. Ich fuhr die zunächst etwa die gleiche Strecke wie vor zwei Jahren stadtauswärts Richtung Vogesen. Am Abzweig Munster/Trois Epis fuhr ich dann nach Trois Epis hoch. Es ging erst mal eine Serpentinenstraße steil bergauf. Ich hatte nicht genug Wasser dabei und war froh als ich irgendwann an einer Quelle vorbeikam und meine Wasserflasche auffüllen konnte. 

 

In Trois Epis holte ich mir erst mal im Cafe ein Eclair (Teigstück mit süßer Füllung). Dann schaute ich mich um was es zu sehen gibt. Ich entschloss mich dann einen kleinen Rundweg mit Aussicht zu machen. Ich erreichte nach einigen Km einen Aussichtsturm mit einer Statue. Hatte sich ja wieder mal gelohnt. 

 

Danach fuhr ich weiter Richtung Col du Wettstein. An einem Schlachtfeld aus dem 1. Weltkrieg machte ich dann etwa eine Stunde Pause. Schaute zuerst kurz ins Museum und lief die Stätte dann ab. 10 Tausende (Deutsche und Franzosen) waren hier im Krieg gefallen. Das ist schon unvorstellbar.

 

Ich fuhr dann über den Col du Wettstein nach Soulzteren wieder bergab. Da es schon gegen abend war (ca. 19:00 Uhr, wollte ich die Passhöhe Col de la Schlucht heute nicht mehr hochfahren. Ich erinnerte mich an einige Hotelhinweisschilder an der Straße als ich hier vor zwei Jahren fuhr. Als ich an einem Schild (Hotel) vorbei kam, dass nach Rechts einen Weg hochzeigte, bog ich ab und folgte den Schilder. Es war sehr steil und ich schob mein Fahrrad. 

 

Es ging immer weiter hoch und erst ganz oben am Hügel war dass Hotel. Hier werde ich übernachten, dachte ich mir egal was es kostet. Zum Glück war es nicht zu teuer (ca.25 Euro). Ich fragte auf französisch (soweit das meine Sprachkenntnisse hergeben) und schaute mir eine Zimmer an. Dann wollte ich noch mal schauen, ob die nahegelegene Ferme offen hat. Leider war heute geschlossen und ich fuhr noch mal in die Ortschaft runter.

 

Auf dem Rückweg lief eine ganze Weile eine Hund neben mir her. Da es so steil war, schob ich das Rad die meiste Zeit.

 

Zum Abendessen aß ich Munsterkäse, Baguette und trank 1/2 Rotwein. Der günstige Preis hatte mich dazu verleitet gleich 1/2 l zu bestellen. Dazu schaute ich mir noch mal das Buch über die Ferme Auberge an.

 

Sa. 19.04. Soulzteren - Geradmer (über den Felsenweg zur Col de la Schlucht und dann zur Narzissenblüte)

Ich frühstückte und genoss dabei die schöne Aussicht aus dem großen Fenster. Eine süße Katze schlich herum. Das Hotel war wirklich gemütlich. Um 11:00 Uhr fuhr ich los Richtung Col de la Schlucht. Als ein Abzweig zum Lac Vert kam, entschloss ich mich diesmal nicht die Hauptstraße zum Col de la Schlucht zu fahren. Hier sah ich auch endlich das Schild zu der Ferme Auberge du Schantzenwasen wo ich gestern schon gerne übernachtet hätte. Durch einen schönen Wald fuhr ich bergauf zur Ferme. Um etwa 12:00 Uhr war ich dort. Die Aussicht war hier noch etwas schöner als vom Hotel. Ich machte erst mal Mittag und aß Pommes und trank ein Glas Rotwein.

 

Felsenweg zur Col de la Schlucht

 

So. 20.04. Geradmer -  Ban de Lavline (Lauterupt)

Nach einem gemütlichen Frühstück in der Jugendherberge fuhr ich erst mal von der Jugendherberge in Longemer nach Gerademer. Zuerst fotografierte ich einige der riesigen Narzissenfiguren (die noch vom Narzissenfest am letzten Sonntag dastanden). Außerdem fand ich die Narzissenverkäufe (kleinere Kinder) am Wegrand recht witzig. Dann entschloss ich mich zu einer Umrundung des Sees. Da sah ich doch glatt eine Nackten der gerade im See gebadet hatte.

 

Zunächst fuhr ich dann über die Hauptstraße hoch nach St. Di

 

Gegen 18:50 Uhr erreichte ich dann das Haus von meinem Baggerseenbekannten Franz (er wohnt eigentlich in Altdorf). Einige Wochen im Jahr hält er sich in dem Haus auf. Misstraurisch warf ich schon mal einen Blick hinein. Hatte ja überlegt, wenn es zu krass wäre bevor er da ist wieder weiterzufahren. Vielleicht 5 oder 10 Minuten später hörte ich ein Auto und Franz kam an. Als er um die Ecke bog erschrak ich trotzdem erst mal. Er fragte: Hab ich dich erschreckt. Wie lang bist Du den schon da.

 

Ich sagte im gleich, dass ich gerne Essen gehen würde, da er sein Auto schon in die Garage fahren wollte. Er meinte: Ich hab extra eingekauft und koch uns hier was. Mir wurde leicht mulmig bei dem Gedanken. Ich fragte nach, was es denn gäbe. Spagetti, Tan (Truhhahn), Käse. Er wolle auf jeden Fall kochen.

 

Ich war entsetzt, hatte aber nicht wirklich was anderes erwartet. Wir gingen ins Haus und ich sah mich erst mal weiterhin sehr misstraurisch und neugierig um. Guckte erstmal über all um auszuschließen dass nicht doch irgendwo eine "Leiche" versteckt war. Den es roch nach Motter.

 

Mo. 21.04. Ban de Lavline (Lauterupt) - Saßbach am Rhein

Wir frühstückten im Salon. Es gab ein Ei (leider fast hart statt weich), Kaffee und eine Scheibe Brot mit Butter und Marmelade. Die Marmelade war recht gut. Ich war überrascht, dass der sparsame Franz anscheinend auf so was Wert legt. Wir schauten uns auf der Karte die Strecke nach St. Marie Minn an. Die kürzeste Strecke war die durch den Privatwald.

Dann machte ich noch einige Fotos von den Zimmern und dem Haus. 

 

Gegen 12:30 fuhr ich los. Erst mal den Berg hoch zum Abzweig in den Privatwald. Ich schob mein Rad dann seitlich an der Schranke vorbei. Es ging dann einige Km (vielleicht 5) in Serpentinen einen gutbefahrbaren Waldweg hoch. Die Ausblicke auf die Gegend waren herrlich. Ich machte Fotos und genoss die tolle Gegend. Ich lehnte mein Rad an einer besonders schönen Stelle an einen Zaun und fotografierte. Als ich weiter fahren wollte, bekam ich erst mal einen Stromschlag ab. Ein stromführender Teil des Zaunes (Draht) hatte sich in meinem Rad verfangen. Jetzt stand das Rad unter Strom.

 

Ich schaute St. Die an. Schön fand ich die Fenster der Cathedrale.

 

In Ban de Lavline folgte ich den Schilder Richtung Lauterupt. Irgendwie ging es immer weiter hoch. Nach etwa 5 Km erreichte ich dann das Haus meines Bekannten. 

 

Um etwa 19:20 erreichte ich die Gaststätte Limburg. Jetzt war ich schon klatschnaß. Ich überlegte mir mit der Kaiserstuhlbahn nach Hause zu fahren. Laut Fahrplan fuhr die Bahn nur ganz selten und die nächste erste Stunden später. Ich wartete auf einen Bus und fragte ob ich mit dem Rad mitfahren kann. Doch der Busfahrer wollte mich nicht mitnehmen. Angelblich sollte gerade eine Bahn fahren. Ich wartet noch eine kurze Zeit. Mir war jetzt schon recht kalt und ich wollte erst mal nach Übernachtungsmöglichkeiten schauen. 

 

Ich nahm dann ein Zimmer in der Gaststätte Löwen (31 Euro incl. Frühstück). 

 

Di. 22.04. Saßbach am Rhein

Ich frühstückte gemütlich im Hotel und informierte mich dann noch bei der Touristinformation über die Freizeitmöglichkeiten rund um Saßbach. Ich fuhr wieder über den Rhein nach Frankreich und dort hoch bis Rhinau. Über Rhinau, Taubergiesen, Saßbach fuhr ich dann nach Hause. Fähre über den Rhein. Es tröpfelte schon leicht. Ich entschied mich trotzdem erst mal weiter zu fahren. Der Regen wurde stärker und ich schaffte es dann grad noch ohne richtig naß zu werden, mich unter einem Bagger unterzustellen. Dort wartete ich eine ganze Weile während es in Strömen regnete.

 

Um 21:00 Uhr kam ich dann nach etwa 400 km wieder zu Haus an.

 

Der Reisebericht ist noch nicht fertig.